Geschichte oder Geschichten

Was will uns der Dirigent sagen?

"He Roman, ich habe vorhin mit dir gesprochen, aber du warst nicht da!"
Übersetzung/Sinn: ???
(J.Lo.)

"Beim Blasen ist Kauen unerwünscht!"
Übersetzung: Beim Aushalten von Tönen nicht den Unterkiefer bewegen (, da dies den Ton verändert)!
(J. Loosmann)

"Ich zeig' dir nachher, wie man’s mit der Hand macht!"
Übersetzung: Ich (der Dirigent) zeige dir (dem kleinen Schlagzeuger) nachher, wie man die Trommel mit der Hand schlägt!
(J. Loosmann)

"Seit er eine Frau genommen, kann er nicht mehr pünktlich kommen!"
Übersetzung: Seit er verheiratet ist, kommt er nicht mehr pünktlich in die Probe!
(J. Loosmann)

"Man muss die Jugend intrigieren!"
Übersetzung: Man muss die Jugend integrieren!
(H. Mößel)

"He ihr Gnäggis...Arschbacke zammepfetze un' niwichse bis es bummst!"
Übersetzung: Hallo ihr kleinen Jungs...Kneift den Hintern zusammen und blast so kräftig in das Instrument, dass es kracht!
(G. Geng zu den jungen Trompetern)

Dirigent über einen Musiker:
"Wenn ma' von Blödheit e' langer Hals kriege dät, dann könnt' der 'us em Dachkähner suffe!"
Übersetzung: Wenn man von Dummheit einen langen Hals bekommen würde, könnte der aus einer Regenrinne trinken!
(Namen der Redaktion bekannt - Ja, der Umgangston ist/war manchmal hart!)

Anekdoten (für die man heute teilweise großen Ärger bekäme)

Vermisst oder Toilettengang mit Hindernis
Nach dem Konzert auf dem Adventsmarkt hatten einige Musikerinnen und Musiker bereits etwas dem Glühwein zugesprochen. Man ging dann in eine Gengenbacher Wirtschaft, um noch etwas weiter die Kameradschaft zu pflegen. Nach einigen weiteren alkoholischen Getränken meinte eine Musikerin, dass sie etwas Frischluft bräuchte und verließ die Lokalität. Nachdem sie nach einiger Zeit nicht zurückkam machten sich ihr Mann und die anwesenden Musiker/innen doch Sorgen und schauten draußen nach. Allein die Frischluftbedürftige war nirgends zu finden. Auch ein Anruf daheim bei den Kindern ergab nur, dass sie noch nicht zu Hause war.
Kurzerhand wurde eine Suchaktion in Gengenbacher Straßen und Gaststätten gestartet. Nachdem auch hier kein Erfolg beschieden war alarmierte man vorsichtshalber die Polizei.
In der Zwischenzeit tauchte die Vermisste (etwas staubig) wieder auf. Sie war über die Strasse in einer anderen Wirtschaft im Keller auf die Toilette gegangen. Die Wirtsleute haben aber während des Toilettengangs die Toilette und die Wirtschaft geschlossen! Unsere Vermisste konnte sich durch einen Lichtschacht nach oben auf die Strasse retten. Warum sie die Wirtschaft wechselte um auf die Toilette zu gehen und ob ein gewisses Ruhebedürfnis die Geräusche beim Abschließen der Toilette dämpfte konnte bis heute nicht rekonstruiert werden.
Zur Ehrenrettung sei erwähnt, dass zwei Jahre später einen Kurgast ein ähnliches Schicksal in der jener Wirtschaft auf der "Netten Toilette" ereilte!

Blaues Auge oder Die gewalttätige Flöte
Auf der Konzertreise nach Düsseldorf kam eine Flötistin morgens mit einem Veilchen (blauen Auge) zum Frühstück. Auf Nachfrage war zu erfahren, dass sich die Flötistin beim Konzert am Vortag beim Noten auflegen mit der eigenen Flöte ins Auge gestochen hat.
Wahrscheinlich wurde in Düsseldorf erstmalig die Auszeichnung "Dussel der Woche" vergeben!

Falsche Tatsachen
Wieder einmal plante die Stadtkapelle einen Ausflug nach Bayern. Um die Hinfahrt interessant zu gestalten, war eine Besichtigung der Klosterbrauerei Andechs angedacht. Der 1. Vorsitzende Herbert Sester wollte die Führung buchen, erhielt aber die Auskunft, dass an dem Tag in Andechs keine Zeit für eine Führung sei. Nach einiger Zeit kam er in die Probe und teilte mit, dass wir nun doch eine Führung bekommen. "Ich hab' nochmol a'grufe un' g'sagt, dass mir e Kirchechor sin, dann isch's gange!"

Begrüßung mit Hindernis
Der 1. Vorsitzende Josef Gmeiner begrüßt die anwesenden Konzertbesucher: Herr Sowieso mit Frau, Herr Sowieso mit Frau, Herr Sowieso mit Frau, Herr Stadtpfarrer Eberwein mit --stockt-- Kaplan,....
Chefbehandlung
Bei der Wiederwahl von Josef Gmeiner(+) als 1. Vorsitzender stimmte ein junges Trompeterlein dagegen. Auf Nachfrage erklärte das Trompeterlein seine Gegenstimme damit, dass am Kameradschaftsabend die Jungen immer als letzte das Essen bekommen.
Ergebnis: Beim nächsten Kameradschaftsabend wurde dem Trompeterlein als Erstem das Essen serviert und das von Dirigent Geng persönlich.

Rußige Küche und seltsame Vorspeise
Der Spitzname des Klarinettisten Josef Armbruster(+) lautete "Schuhsepp", weil sein Vater Schuhmacher war. Der Schuhsepp hatte Hasen und man hat sich nach der Probe zum Hasenessen bei ihm in der Küche eingefunden, jedoch wollte das Feuer im Holzherd nicht richtig brennen. Um dem Feuer etwas auf die Sprünge zu helfen, entfernte man aus Gewehrpatronen das Schwarzpulver und füllte es in den Herd. Das Pulver entzündete sich, die Ringe der Herplatte flogen durch die Küche, diese war von oben bis unten rußig. Am anderen Morgen mussten sich die anwesenden Musiker zur Renovation der Küche einfinden.
Während der Vorbereitung dieses Hasenbratens - die sich scheinbar etwas in die Länge zog - kamen manche Musiker auf die Idee, dass eine einfache Vorspeise die Wartezeit erträglicher gestalten würde. Es wird berichtet, dass - nach Genuß berauschender Getränke - einige Musiker noch lebende rote Schnecken in Salatblättern einwickelten und als Vorspeise verzehrten. Wohl bekomms!
Hoffentlich hat der Hase besser geschmeckt.
Verschnupft
Den - noch relativ neuen - Dirigenten Geng störte es, dass bei Konzerten und in Proben die Schnupftabakdose zwischen den Musikern hin- und hergeworfen wurde. Dies hatte er bereits unterbunden. Es störte ihn aber auch, dass zwischen den Musikstücken geschnupft wurde. Auch der Schuhsepp nutzte Pausen während und zwischen den Stücken um dem Schnupftabak zu fröhnen. Da nun Herr Geng immer nur vom "Schuhsepp" hörte, war für ihn klar: Der Mann heißt Josef Schuh! Also sagte er, dass es ihm recht wäre, wenn auch der Herr Schuh das Schnupfen unterlassen würde. Daraufhin erwiderte dieser wutentbrannt, dass der "Herr Schuh" schon lange nicht mehr schnupft, der "Herr Armbruster" aber schnupft wann er will! Er packte seine Klarinette zusammen, verlies das Probelokal und beendete seine Mitgliedschaft in der Stadtkapelle.
Tödlicher Irrtum oder Falscher Hase
Ebenfalls zum Hasenessen hat Posaunist Hubert Ficht eingeladen. Im Dunkeln begab er sich in den Hasenstall, öffnete einen Käfig und schlachtete dessen Bewohner. Bei der Zubereitung gab es keine Probleme und wie man hört, hat das Tier vorzüglich gemundet. Am nächsten Morgen war jedoch die Trauer groß, nachdem Hubert feststellte, dass er einen seiner frisch prämierten Hasen geschlachtet hatte. Dieser war nach der letzten Ausstellung versehentlich im falschen Käfig untergebracht worden.

Feurige Angelegenheit
Der Zimmermann, Flötist und 1. Vorsitzende Rudolf Suhm(+) entzündete gerne Lagerfeuer. Verfeuert wurde alles Brennbare, das nicht schnell genug in Sicherheit gebracht werden konnte oder sonst im Weg war. So konnte z.B. eine Ruhebank nur durch das beherzte Eingreifen von Musikerkollegen gerade noch aus dem Feuer gezogen werden.
Nach dem Abbau eines Waldfestes schnappte er sich die Motorsäge aus dem Kofferraum seines Autos und fällte kurz entschlossen einen Baum. Dieser - fachgerecht zerlegt - ergab ein hübsches Lagerfeuer. Dummerweise kam genau zu dieser Zeit der Förster vorbei. Die Ausrede, dass es sich um einen Dürrständer (=dürren Baum) handelte lies der Förster wohl nicht ganz gelten. Zur Strafe musste eine Abordnung der Stadtkapelle das nächste Fest des Forstamtes kostenlos umrahmen.
Fensterln auf gengenbacherisch
Genannter Rudolf Suhm fällte in einer Nachtaktion ein "Bäumchen". Er befestigte den Baum an seinem Auto und zog ihn durch die Stadt zur Wohnung des Dirigenten Hans Kamp(+) und seiner Frau. Diese wohnten im 1. OG. Bei dem Haus angekommen wurde der Baum am Schlafzimmerfenster in Stellung gebracht um daran hochzuklettern. Es wird erzählt, dass die Frau des Dirigenten vor Schreck beinahe einen Herzschlag bekommen hätte. Ob es zu nächtlicher Zeit dann noch einen Umtrunk gab ist nicht überliefert.

Saubere Wirtschaft
Bei einem Besuch der Partnerstadt Obernai (F) nahm man ein Essen in einer elsässischen Lokalität ein. Begeistert sah man, dass die Teller einzeln poliert wurden, bevor diese in die Küche gingen. Man freute sich in einer so noblen Wirtschaft zu speisen. Die Freude verflog, als der erste die Toilette aufsuchen musste und dabei an dem Tellerstapel vorbei musste. Über den Tellern hing ein Vogelkäfig mit einem sehr aktiven Vogel, der auch ordentlich Dreck aus dem Käfig scharrte.

Zwielichtige Unterkunft
Die Kapelle unternahm einmal einen Ausflug um die Festung Ehrenbreitstein zu besichtigen. Im Hotel in Koblenz angekommen wurde es einigen auf Grund der Einrichtung sehr seltsam zumute. Man erfuhr dann an anderer Stelle, dass der "Hotelier" kurzerhand seinen "Mädchen" ein Wochenende freigab und stattdessen die Stadtkapelle beherbergte.

Was die Ansager so alles erzählen

"Den Solist sage ich Ihnen nachher an. Man weiß nie genau wer das Solo heute spielt!"
(J. Fuggenthaler)

"Bei manchen Stücken weiß ich einfach nicht was ich ansagen soll. Auch der beste Zauberer kann aus Sch.... keinen Schokoladepudding machen!"
(W. Schmieder)

"Wir machen nun 5 Minuten Pause, wenn wir in 10 Minuten wiederkommen werden sie sehen, wie schnell eine viertel Stunde vergangen ist!"
(W. Schmieder)

Freie Interpretationen mancher MusikerInnen
(Nicht zur Nachahmung empfohlen)

Dirigent zur 2. Klarinette: Du bist zu hoch!
Juliane B.: Ich kann nicht mehr weiter reingehen!

Gespräch unter 3. Klarinetten:
Julia B.: "Du spielst da immer einen falschen Ton. Du nimmst den Hilfsgriff für fis. Das ist aber ein gis!"
Laura L.: "Oh ... ist das nicht dasselbe?"
(Verbürgtes Gespräch Probenwochenende 2008)

p (= leise)
Power oder auch prutal

pp (= sehr leise/leiser)
Doppelpower oder auch pesonders prutal

f (= laut)
furchtbar

ff (= sehr laut/lauter)
fiehmäßig furchtbar

   

Kirchenkonzert

16.12.2018 - 16:00 Uhr



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abgelaufen


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